Doreen Martens

Die jährlichen Treffen zur Unterzeichnung des Kooperationsabkommens zwischen der ASCIM und den indigenen Siedlungen für den Zeitraum Juli 2026 bis Juni 2027 haben begonnen. Am Mittwoch, dem 6. Mai, trafen sich Vertreter der ASCIM mit dem Leiter und Mitgliedern des Siedlungsrates der Comunidad Nivaclé Unida (CNU), um das jährliche Kooperationsabkommen zu unterschreiben. In diesem Jahr erneuert die ASCIM zwischen Mai und Juni die Abkommen mit den kooperierenden Siedlungen; diesmal nehmen 18 Siedlungen daran teil.

Dieses Abkommen bildet die Grundlage der gemeinsamen Arbeit in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft sowie sozialer und geistlicher Entwicklung. Durch die Zusammenarbeit wird eine partnerschaftliche Beziehung angestrebt, bei der die Siedlungen nicht nur Unterstützung erhalten, sondern auch aktiv an der Planung und Durchführung der Programme beteiligt sind.

Viele der Dienstleistungen werden von Mitgliedern der Siedlungen selbst geleistet, wie zum Beispiel von Lehrern, Gesundheitshelfern, Estancieros und Mitarbeitern der sogenannten almacenes. Dies stärkt die Beteiligung und die Fähigkeit zur gemeinschaftlichen Selbstverwaltung.

Darüber hinaus arbeitet jede Siedlung mit einem Haushaltsplan, der eine transparentere Verwaltung und eine bessere Planung der finanziellen Mittel ermöglicht.

Während dieser Treffen wird auch die Bedeutung einer guten Kommunikation, der Erfüllung von Verantwortlichkeiten sowie die grundlegende Rolle der lokalen Führung hervorgehoben, um eine nachhaltige gemeinschaftliche Entwicklung zu fördern.

 Gestern, am 23. April, hat man die ersten 10.000 Kilo Baumwolle in Yalve Sanga verladen und zum Verkauf gebracht.

Viele Jahre lang wurde in den indigenen Siedlungen keine Baumwolle angebaut. Nun hat man es nach langer Zeit wieder versucht, und zwar in der Enlhet-Siedlung in Yalve Sanga, mit gutem Erfolg.

Die Idee kam vom Wirtschaftsberater Rudi Sawatzky. Die Bewohner der Siedlung haben zusammen mit dem Wirtschaftsberater und dem Agrartechniker der ASCIM, Malvin Sawatzky, bereits im letzten Jahr früh damit begonnen, das Feld vorzubereiten und zu pflügen. Anschließend ließ man es einmal gut durchregnen, damit der Boden Feuchtigkeit speichern konnte. Später wurde das Feld wieder bearbeitet, und im November säte man die Baumwolle auf rund 10 ha aus.

Anfangs hatten sie mit dem Baumwollkapselkäfer (Picudos), einem Schädling, der die Baumwolle befällt, zu kämpfen. Doch durch kontinuierliche Kontrolle konnte man die Plage unter Kontrolle halten. Fast jeden Morgen machte Rudi Sawatzky einen Rundgang, um die Pflanzen zu überprüfen.

Im Januar waren die ersten Kapseln reif, und man begann mit der Ernte. Geerntet wurde von den Indigenen selbst per Hand. Besonders im Februar wurde gut geerntet.

Bis jetzt hat man 14.000 Kilo geerntet, aber es gibt noch viel abzuernten. Nächste Woche kommt ein weiterer kleiner Lastwagen, und die Ernte wird von der Kooperative Chortitzer entgegengenommen.

Ein Mitarbeiter von Chortitzer meinte, er arbeite seit acht Jahren in der Landwirtschaftsabteilung und habe noch nie eine so saubere Baumwollladung gesehen. Das liegt vermutlich daran, dass die Baumwolle von Hand und nicht maschinell geerntet wird.

 

Dienstag, 21 April 2026 11:03

Bericht von der ASCIM in der MG Elim

Am Freitagnachmittag half ich meiner Frau Rachel im Almacén (Konsumladen) in Nueva Promesa, als eine junge Sanapaná-Frau den Laden betrat, um einzukaufen. Das Erste, was mir auffiel, war, wie abgemagert sie wirkte. Außerdem musste sie ständig husten. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, war: „Tuberkulose.“

Als ich sie darauf ansprach und fragte, ob sie krank sei, lachte sie nur. Doch ich ließ nicht locker: „Willst du nicht einmal ins Krankenhaus gehen und dich untersuchen lassen?“ Sie gab mir keine Antwort. Für mich war jedoch klar, dass ich am Montag zu ihrem Vater gehen und ihn eindringlich bitten würde, dafür zu sorgen, dass sie sich auf Tuberkulose untersuchen lässt. Sie ist etwas über 20 Jahre alt und hat kleine Kinder. Leider kommen solche Fälle immer wieder vor.

In seinem Zeugnis berichtete Erdmann Harder von vielen Tuberkulosefällen in der Siedlung Nueva Promesa. Viele Menschen sterben seiner Erfahrung nach unnötigerweise an den Folgen der Krankheit. Wenn er Erkrankte, die sich nicht behandeln lassen, nach ihrem Wohlergehen fragt, antworten sie oft: „Es geht schon besser.“ Fragt er später wieder nach, muss er erfahren, dass die Person inzwischen gestorben ist. Menschen hingegen, die sich behandeln lassen, dürfen Heilung erfahren.

Wenn Pflegepersonal und Ärzte des ASCIM-Sanatoriums in die Siedlungen kommen und über Tuberkulose aufklären, hoffen er und seine Frau jedes Mal auf einen Durchbruch. Doch leider haben sie oft erlebt, dass die Worte anders aufgenommen werden als erhofft.

Dies berichtete Erdmann Harder am Sonntag, dem 19. April, in der Mennonitengemeinde Elim. Zusammen mit seiner Frau Rachel arbeitet er als Wirtschaftsberater in der Sanapaná-Siedlung Nueva Promesa. Sie wurden durch die Arbeit unter den Sanapanás schon sehr gesegnet.

Die ASCIM stellte an diesem Sonntag ihre Arbeit unter den indigenen Gemeinschaften vor. Dazu gehörten eine Präsentation des Exekutivdirektors Willy Franz sowie ein weiteres Zeugnis von Bastian Harder, dem ehemaligen Verwalter von FIDA.  Er stellte die breite Arbeit von FIDA vor und berichtete auch von einigen besonderen Erlebnissen, die er als Verwalter in seiner Tätigkeit machen durfte. Einmal, so erzählte er, hatten einige Bäcker aus der Bäckerei in FIDA Brot mitgenommen, ohne zu bezahlen. Daraufhin sprach er die Arbeiter darauf an und erklärte ihnen, dass dies aus seiner Sicht Diebstahl sei und sie dies unterlassen sollten. Die Arbeiter mussten eine Verwarnung unterschreiben, und dabei blieb es – so dachte Harder.
Als er etwa einen Monat später mit einem Bäcker aus der Bäckerei ins Gespräch kam, sagte dieser plötzlich: „Wir haben dir vergeben.“ Er glaubte zunächst, sich verhört zu haben, und fragte: „Was habt ihr mir vergeben?“ – „Dass du uns zurechtgewiesen hast.“ Da wurde Bastian klar, dass er die Harmonie zwischen ihnen gestört hatte und dass dies für die Indigenen viel schlimmer war als der Diebstahl an sich. Als Christ, so meinte er, sei Stehlen Sünde, aber es sei auch wichtig, gemeinsam mit der Kultur zu arbeiten.

Der Vizedirektor Mirko Hiebert hielt eine kurze Besinnung zum Thema Berufung. Im Mittelpunkt standen zwei Bibelverse aus Sprüche 16,3 und Matthäus 6,33, die dazu ermutigen, Werke und Pläne Gott anzuvertrauen und zuerst sein Reich zu suchen.

„Wen Gott beruft, den befähigt er auch“ – dieses biblische Prinzip hat sich immer wieder bestätigt. Menschen, die sich Gott zur Verfügung stellen, werden von ihm ausgerüstet und gesegnet. Zugleich betonte Mirko Hiebert, dass niemand allein wirkt: Wie ein Körper aus vielen Gliedern besteht, so hat jeder Mensch unterschiedliche Gaben. Jeder ist aufgerufen, seinen Teil beizutragen.

Anschließend stellte er die Mitarbeiter der ASCIM vor, die Mitglieder der Mennonitengemeinde Elim sind:

  • Erdmann und Rachel Harder: sind seid fast 10 Jahren Wirtschaftsberater in Siedlung Nueva Promesa.
  • Rudi und Elli Sawatzky: Rudi ist seit vorigem Wirtschaftsberater auf der Siedlung Enlhet Yalve Sanga und Elli arbeitet teilzeitig in der Küche des Sanatorio ASCIM.
  • Levi und Alice Schröder: seit März dieses Jahres Wirtschaftsberater in der Siedlung Campo Loro.
  • Bastian Harder: war bis Ende März Verwalter bei FIDA, 6 Jahre
  • Marco Froese: Buchführer der ASCIM seit November 2025
  • Veronika Froese: unterrichtet einige Stunden im Centro Educativo ASCIM.
  • Erika Thiessen: arbeitet in der Gesundheitsabteilung seit Januar dieses Jahres

Zum Abschluss des Gottesdienstes sprach der Gemeindeleiter ein Segensgebet für die Arbeit in der ASCIM. Damit endete das Programm.

Dienstag, 21 April 2026 11:03

Bericht von der ASCIM in der MG Elim

Am Freitagnachmittag half ich meiner Frau Rachel im Almacén (Konsumladen) in Nueva Promesa, als eine junge Sanapaná-Frau den Laden betrat, um einzukaufen. Das Erste, was mir auffiel, war, wie abgemagert sie wirkte. Außerdem musste sie ständig husten. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, war: „Tuberkulose.“

Als ich sie darauf ansprach und fragte, ob sie krank sei, lachte sie nur. Doch ich ließ nicht locker: „Willst du nicht einmal ins Krankenhaus gehen und dich untersuchen lassen?“ Sie gab mir keine Antwort. Für mich war jedoch klar, dass ich am Montag zu ihrem Vater gehen und ihn eindringlich bitten würde, dafür zu sorgen, dass sie sich auf Tuberkulose untersuchen lässt. Sie ist etwas über 20 Jahre alt und hat kleine Kinder. Leider kommen solche Fälle immer wieder vor.

In seinem Zeugnis berichtete Erdmann Harder von vielen Tuberkulosefällen in der Siedlung Nueva Promesa. Viele Menschen sterben seiner Erfahrung nach unnötigerweise an den Folgen der Krankheit. Wenn er Erkrankte, die sich nicht behandeln lassen, nach ihrem Wohlergehen fragt, antworten sie oft: „Es geht schon besser.“ Fragt er später wieder nach, muss er erfahren, dass die Person inzwischen gestorben ist. Menschen hingegen, die sich behandeln lassen, dürfen Heilung erfahren.

Wenn Pflegepersonal und Ärzte des ASCIM-Sanatoriums in die Siedlungen kommen und über Tuberkulose aufklären, hoffen er und seine Frau jedes Mal auf einen Durchbruch. Doch leider haben sie oft erlebt, dass die Worte anders aufgenommen werden als erhofft.

Dies berichtete Erdmann Harder am Sonntag, dem 19. April, in der Mennonitengemeinde Elim. Zusammen mit seiner Frau Rachel arbeitet er als Wirtschaftsberater in der Sanapaná-Siedlung Nueva Promesa. Sie wurden durch die Arbeit unter den Sanapanás schon sehr gesegnet.

Die ASCIM stellte an diesem Sonntag ihre Arbeit unter den indigenen Gemeinschaften vor. Dazu gehörten eine Präsentation des Exekutivdirektors Willy Franz sowie ein weiteres Zeugnis von Bastian Harder, dem ehemaligen Verwalter von FIDA.  Er stellte die breite Arbeit von FIDA vor und berichtete auch von einigen besonderen Erlebnissen, die er als Verwalter in seiner Tätigkeit machen durfte. Einmal, so erzählte er, hatten einige Bäcker aus der Bäckerei in FIDA Brot mitgenommen, ohne zu bezahlen. Daraufhin sprach er die Arbeiter darauf an und erklärte ihnen, dass dies aus seiner Sicht Diebstahl sei und sie dies unterlassen sollten. Die Arbeiter mussten eine Verwarnung unterschreiben, und dabei blieb es – so dachte Harder.
Als er etwa einen Monat später mit einem Bäcker aus der Bäckerei ins Gespräch kam, sagte dieser plötzlich: „Wir haben dir vergeben.“ Er glaubte zunächst, sich verhört zu haben, und fragte: „Was habt ihr mir vergeben?“ – „Dass du uns zurechtgewiesen hast.“ Da wurde Bastian klar, dass er die Harmonie zwischen ihnen gestört hatte und dass dies für die Indigenen viel schlimmer war als der Diebstahl an sich. Als Christ, so meinte er, sei Stehlen Sünde, aber es sei auch wichtig, gemeinsam mit der Kultur zu arbeiten.

Der Vizedirektor Mirko Hiebert hielt eine kurze Besinnung zum Thema Berufung. Im Mittelpunkt standen zwei Bibelverse aus Sprüche 16,3 und Matthäus 6,33, die dazu ermutigen, Werke und Pläne Gott anzuvertrauen und zuerst sein Reich zu suchen.

„Wen Gott beruft, den befähigt er auch“ – dieses biblische Prinzip hat sich immer wieder bestätigt. Menschen, die sich Gott zur Verfügung stellen, werden von ihm ausgerüstet und gesegnet. Zugleich betonte Mirko Hiebert, dass niemand allein wirkt: Wie ein Körper aus vielen Gliedern besteht, so hat jeder Mensch unterschiedliche Gaben. Jeder ist aufgerufen, seinen Teil beizutragen.

Anschließend stellte er die Mitarbeiter der ASCIM vor, die Mitglieder der Mennonitengemeinde Elim sind:

  • Erdmann und Rachel Harder: sind seid fast 10 Jahren Wirtschaftsberater in Siedlung Nueva Promesa.
  • Rudi und Elli Sawatzky: Rudi ist seit vorigem Wirtschaftsberater auf der Siedlung Enlhet Yalve Sanga und Elli arbeitet teilzeitig in der Küche des Sanatorio ASCIM.
  • Levi und Alice Schröder: seit März dieses Jahres Wirtschaftsberater in der Siedlung Campo Loro.
  • Bastian Harder: war bis Ende März Verwalter bei FIDA, 6 Jahre
  • Marco Froese: Buchführer der ASCIM seit November 2025
  • Veronika Froese: unterrichtet einige Stunden im Centro Educativo ASCIM.
  • Erika Thiessen: arbeitet in der Gesundheitsabteilung seit Januar dieses Jahres

Zum Abschluss des Gottesdienstes sprach der Gemeindeleiter ein Segensgebet für die Arbeit in der ASCIM. Damit endete das Programm.

Freitag, 10 April 2026 14:16

Wirtschaftsberatertreffen in El Estribo

Am Donnerstag, den 9. April, fand in der Enxet-Sur-Siedlung El Estribo das monatliche Wirtschaftsberatertreffen statt. Der Wirtschaftsberater der Gastgebersiedlung, Alwin Dueck, begrüßte die anwesenden Wirtschaftsberater sowie die sogenannten Almaceneros/Almaceneras, bei denen es sich in den meisten Fällen um die Ehefrauen der Wirtschaftsberater handelt.

Der Leiter der Landwirtschaftsabteilung, Ivan Wiebe, hieß den neuen Almacenero Pider Falk des Konsumladen der Enlhet-Siedlung Yalve Sanga sowie Marek Reimer aus Campo Rosa willkommen, der für sechs Wochen seine Wehrdienstverweigerung in der Landwirtschaftsabteilung der ASCIM leisten wird.

Gemeindeleiter Felix und Sally Wiebe aus der Lolita Mennonitengemeinde leiteten die Gruppe mit einigen Lieder an. Außerdem hielt Herr Wiebe eine Andacht zum Thema aus Lukas 17, 7 – 10, in der Jesus über das Dienen spricht. Ein Diener erfüllt einfach seine Pflicht und sollte sich nicht dafür rühmen, sondern demütig erkennen, dass man nur getan hat, was ihm aufgetragen war. In diesem Zusammenhang sprach Wiebe über den Dienst an Gott und stellte die Frage, ob es sich lohnt, sich hinzugeben. Er machte deutlich, dass nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern Gott selbst: So wie die Jünger Jesu mit nur zwei Fischen und fünf Broten auskamen und deren Aufgabe einfach darin bestand, auszuteilen – sie waren Werkzeuge in Gottes Hand.

Daten zur Siedlung El Estribo

Im Anschluss gab Exekutivdirektor Willy Franz einen geschichtlichen Rückblick auf die Siedlung El Estribo. Sie zählt zu den neueren Siedlungen der ASCIM und ist daher vielen Wirtschaftsberatern noch wenig bekannt. Die Siedlung wurde 1986 von der anglikanischen Mission gegründet und umfasst etwa 9.000 Hektar. Dort leben rund 876 Familien in elf Dörfern. Außerdem gibt es sieben Schulen mit etwa 342 Schülern bis zur 9. Klasse sowie sieben evangelische Kirchen. Zudem verfügt die Siedlung über einen Gesundheitsposten.

Seit dem Abkommen mit der ASCIM besitzt die Siedlung zudem eine gemeinschaftlich bewirtschaftete Estancia. Auch der Almacenero Harry Harder berichtete über seine Arbeit im Konsumladen der Siedlung.

Nach dem Programm besichtigten die Wirtschaftsberater den Konsumladen und trafen sich anschließend zu einem gemeinsamen Mittagessen. Zum Abschluss wurde noch die Estancia der Siedlung besucht. Danach endete das Treffen.

Am Sonntag, den 29. März, besuchte die Osterwick-Gemeinde FIDA und ASCIM. Um 9:00 Uhr trafen sich die Gäste der Osterwick-Gemeinde sowie mehrere Mitarbeitende der ASCIM und FIDA im Tinglado (Aufenthaltsraum) von FIDA.

Der Gemeindeleiter Hiebert begrüßte die Gemeinschaft mit dem Bibelvers aus Matthäus 5,16:
„So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.“
Viele der Gäste waren zum ersten Mal bei FIDA bzw. in Yalve Sanga.

Anschließend stellte Vizedirektor Mirko Hiebert die anwesenden Mitarbeitenden der ASCIM vor. Danach stellte sich der Exekutivdirektor Willy Franz persönlich vor und präsentierte die ASCIM anhand einer PowerPoint-Präsentation. Franz betonte, dass die Agrarwirtschaft, Bildung und Gesundheitsarbeit mit den Indigenen ursprünglich im Rahmen der Mission entstanden sind. Heute konzentrieren sich FIDA und ASCIM auf die sozioökonomische Entwicklung der indigenen Bevölkerung, wobei weiterhin eine christliche Grundlage das Handeln prägt.

Im Anschluss präsentierte der scheidende Administrator Bastian Harder seine Mitarbeitenden sowie FIDA (Indigene Stiftung zur landwirtschaftlichen Entwicklung). Dabei wurde hervorgehoben, dass die Landwirtschaftsabteilung der ASCIM in enger Zusammenarbeit mit FIDA steht und die ASCIM Mitglied der gemeinnützigen Organisation FIDA ist.

Zum Abschluss wurde Zeit für Fragen eingeräumt und eine Rundführung durch verschiedene Einrichtungen wie die Bäckerei und den Warenhandel auf dem Gelände von FIDA angeboten. Danach trafen sich die Gäste im Auditorium von Yalve Sanga, wo eine weitere Führung durch das Bildungszentrum sowie das Krankenhaus stattfand.

Der Abschluss wurde durch ein Mittagessen abgerundet.

Montag, 30 März 2026 13:16

Leitungswechsel bei FIDA

Heute verabschiedet sich der Administrator von FIDA (Fundación Indígena para el Desarrollo Agropecuario), Bastian Harder.
Am 30. März, im Kreis seiner Kollegen und des Exekutivdirektor der ASCIM, Willy Franz, verabschiedete sich Bastian und dankte für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Seine Position wird ab April von Marvin Neufeld übernommen.

Als ASCIM wünschen wir Bastian für diesen neuen Lebensabschnitt alles Gute und auch Marvin viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe.

Die Asociación de Servicios de Cooperación Indígena – Menonita (ASCIM) führte am Mittwoch, den 18. März 2026, ihre ordentliche Mitgliederversammlung im Auditorium von Yalve Sanga durch. An der Versammlung nahmen 50 Mitglieder und 58 Gäste teil. Ziel des Treffens war es, über die im Jahr 2025 durchgeführten Aktivitäten zu informieren und die Pläne für das laufende Jahr vorzustellen.

Der Sekretär des Verwaltungsrats, Graciano Ramírez, leitete den Ablauf der Versammlung.

Anschließend eröffnete der Präsident der ASCIM, Dennis Stahl, die Sitzung mit einer Begrüßung der Anwesenden und übergab das Wort an Ricardo Friesen, der eine Andacht zum Thema Dankbarkeit hielt. Friesen betonte, dass sowohl im Alten als auch im Neuen Testament das Gebot zu Dankbarkeit gegenüber Gott zu finden ist. Wer ständig nörgelt, habe oft keine Beziehung der Dankbarkeit zu Gott, während Dankbarkeit Vertrauen und Glauben stärke.

Während der Versammlung wurden die Berichte der verschiedenen Abteilungen der ASCIM präsentiert. Außerdem stellte jeder Abteilungsleiter seine Mitarbeitenden vor. Dennis Stahl, Präsident des Verwaltungsrats, berichtete über die Aktivitäten des Gremiums, während Willy Franz, Exekutivdirektor, den Jahresbericht vorstellte, Erfolge aus 2025 hervorhob und auf einige Herausforderungen einging. Zudem erläuterte er die Bilanz und die Ergebnisübersicht für den gleichen Zeitraum.

Nach der Mehrheitlichen Genehmigung der Berichte stellte Willy Franz den Haushaltsplan für Einnahmen und Ausgaben 2026 vor, der anschließend von den Mitgliedern bestätigt wurde. Zusätzlich präsentierte Edgar Neufeld, Leiter des Bildungsbereichs, den Investitionsplan zur Erweiterung des ASCIM-Bildungszentrums für dieses Jahr.

Zum Abschluss der Versammlung erfolgte die Ratifizierung der Mitglieder des Verwaltungsrats und der Revisionskommission:

  • Verwaltungsrat:
    • Vertreter der deutschsprachigen Gemeinden: Manfred Grünwald
    • Vertreter der Nivaclé-sprachigen Siedlungen: Graciano Ramírez
    • Vertreter der Toba Maskoy-sprachigen Siedlungen: Gerardo Dueck
    • Vertreter der Kooperativen: Dennis Stahl
    • Vertreter der Missionsorganisationen: Roland Funk
  • Revisionskommission:
    • Willfried Bartel, Friedbert Loewen, Eddy Wiebe, Alfredo Lorenzo, Brigido Loewen

Die Versammlung endete mit einem gemeinsamen Mittagessen, das den Teilnehmenden Gelegenheit bot, sich untereinander auszutauschen und Kontakte innerhalb der Organisation zu pflegen.

Interessierte können [hier] den digitalen Jahresbericht herunterladen, um weitere Details einzusehen.

Auf Einladung der Ost-MG in Eigenheim informierte ein Team der ASCIM am 15. März die Gemeinde in der Kolonie Menno über die institutionelle Arbeit.

Zu Beginn brachte der Vizedirektor Mirko Hiebert eine Besinnung zum Thema Berufung. Anschließend stellte der Exekutivdirektor Willy Franz Arbeits- und Finanzdaten der ASCIM vor und gab in einem Video einen allgemeinen Überblick über die Aktivitäten der Organisation.

Danach erklärte die Leiterin für interkulturelle, soziale und geistliche Arbeit, Damaris Käthler, die Arbeit der Frauenarbeit sowie der Kleinkindschulen (Escuelitas). Die Frauenarbeit hat das Ziel, indigene Frauen sozial und wirtschaftlich zu stärken, damit sie sich aktiv in ihren Familien und Siedlungen einbringen können. Ein wichtiger Bestandteil sind Kurse wie CampaCapaz, in denen die Frauen praktische Fähigkeiten wie Putzen, Kochen und Nähen erlernen und zugleich geistliche Impulse erhalten. Zusätzlich werden Nähkurse direkt in den Siedlungen angeboten, wo die Teilnehmerinnen den Umgang mit der Nähmaschine üben und eigene Produkte herstellen.

Neben der Frauenarbeit gibt es 45 Escuelitas in 20 Siedlungen. Dort werden etwa 1000 Kinder von 50 Lehrerinnen betreut und in wichtigen Grundlagen für Schule und Alltag gefördert. Diese Arbeit wird von einem Team begleitet und immer wieder durch besondere Erfahrungen und unerwartete Spenden ermutigt.

Zum Abschluss berichtete Lena Doerksen von ihrem persönlichen Weg in der ASCIM. Als sie die Anfrage erhielt, in der Sanapaná-Siedlung Anaconda im Konsumladen zu arbeiten und ihr Mann als Wirtschaftsberater, war sie zunächst unsicher. Nach einiger Zeit fand sie jedoch ein „Ja“ für diese Aufgabe. Heute ist sie dankbar für alles, was sie lernen durfte. In ihrer Arbeit gab es auch Herausforderungen und Anschuldigungen, die sie dazu brachten, Vergebung zu üben und Geduld zu lernen. Sie ermutigte die Gemeindebesucher, Anfragen zur Mitarbeit in der ASCIM offen zu prüfen und nicht vorschnell abzulehnen.

Das Programm endete mit Dankesworten an die Gemeinde für ihre Unterstützung und ihre Verbundenheit mit der ASCIM.

Am Donnerstag, den 12. März, um 9:00 Uhr fand in der Enlhet-Siedlung Paz del Chaco das dritte Wirtschaftsberatertreffen statt. Ziel der monatlichen Treffen, die jeweils in verschiedenen Siedlungen stattfinden, ist sich gemeinsam austauschen und sich gegenseitig zu stärken

Zu Beginn begrüßte Hein Fröse die Wirtschaftsberater. Danach hieß der Leiter der Landwirtschaftsabteilung, Ivan Wiebe, die neu hinzugekommenen Berater aus der Ayoreo-Siedlung Campo Loro, Levi und Alice Schröder, willkommen.

Anschließend hielt Pastor Roland Funk, Feldsekretär der AMIM (Menno Indianer Mission), einen Vortrag. Zunächst stellte er die Arbeit der AMIM vor: wer sie sind, wo sie tätig sind und welche Missionare derzeit aktiv sind. Sieben Missionare arbeiten in verschiedenen indigenen Siedlungen, um das Wachstum des christlichen Glaubens in den evangelischen Gemeinden zu fördern.

  1. Die Missionare treffen sich einmal im Monat zum Austausch und zur gemeinsamen Planung. Außerdem führen sie dabei eine Buchbesprechung zum Buch „Cuando ayudar hace daño“ (Wenn Helfen schadet) durch.
  2. Zusätzlich treffen sie sich monatlich mit Gemeindemitarbeitern einer Ortsgemeinde in einem der Missionsfelder. Dieses Treffen nennen sie Koinonia (Gemeinschaft der Gläubigen).
  3. Des Weiteren stellte er das Projekt „Cantar a Cristo“ (Für Christus singen) vor. Dieses Projekt dient der Förderung und Schulung des christlichen Gesangs mit inhaltsreichen Liedern.
  4. Abschließend präsentierte er das Spendenprojekt „Radio-Bibel“ für indigene Mütter. Ziel des Projekts ist es, tausend Audio-Player (Radio-Bibeln) zu beschaffen und diese im Tausch gegen eine symbolische Gegenleistung wie 1 Liter Honig, 1 Kilogramm Bohnen oder einen Geldbetrag weiterzugeben. Dabei sind 600 Radio-Bibeln in der Enlhet-Sprache und 400 in Guaraní-Ñeé vorgesehen.
  5. Zusammen mit ACOMEM (Licht den Indianern) ist die AMIM Trägerin des „Instituto Bíblico Indígena“ in Yalve Sanga. Es ist ein gemeinsames Werk von 22 Gemeinden.

Zuletzt stellte Pastor Roland Funk eine Zusammenfassung des Buches „Cuando ayudar hace daño“ (Wenn Helfen schadet) vor. 

Nach dem Vortrag gab Ivan Wiebe noch einige Informationen bekannt. Eine wichtge Bekanntgebung ist, dass im Enlhet-Konsumladen von Yalve Sanga ab Montag, den 16. März, Piter Falk als sogenannter „almacenero“ tätig sein wird.

Anschließend stellte Hein Fröse, Wirtschaftsberater von Paz del Chaco, die Siedlung vor. Danach berichtete auch seine Frau, die als „almacenera“ arbeitet, über ihre aktuellen Herausforderungen.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit, den Konsumladen der Siedlung zu besichtigen oder die Siedlungs-Estancia zu besuchen. Das Treffen wurde mit einem gemeinsamen Mittagessen abgeschlossen.

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