Gesundheit

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Die Gesundheitsabteilung der ASCIM hat ihren Ursprung im Jahr 1968, mit Dr. Hans Epp als Initiator. Vier große Herausforderungen waren zu dieser Zeit zu bewältigen: die hohe Sterblichkeitsrate durch Tuberkulose, die hohe Kindersterblichkeit, weiter musste eine Familienplanung angeboten werden, da die Indigenen den Infantizid praktizierten und durch die Berührung mit den biblischen Werten eine Lösung für die Familienplanung suchten und die vierte Herausforderung war die Finanzierung des gesamten Programms. Die Arbeit begann damit, dass die verschiedenen Gemeinden vereinzelt ihre Gesundheitsposten führten. Später wurde ein Plan ausgearbeitet, wie die gesamte Arbeit unter einem gemeinsamen Programm zu handhaben sei und so entstand das, was wir heute als Gesundheitsabteilung der ASCIM kennen.

Immer noch konzentriert sich die Arbeit der Gesundheitsabteilung der ASCIM mehr auf die vorbeugende als auf die kurative Medizin. Deshalb stützt sie sich auf drei Grundpfeiler: die geistliche Gesundheit, die gesunde Umwelt und die gegenseitige Mitarbeit.

Es ist eine grosse Herausforderung ein Gesundheitsprogramm zu erhalten, das deszentralisiert, kostengünstig und vorbeugend arbeitet. Personal zu finden das bereit ist sich diesen Herausforderungen zu stellen wird zunehmend schwieriger. Eine weitere Herausforderung ist die Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturen und Volksgruppen.

In den letzten Jahren wird ein Anstieg von Krankheiten verzeichnet die zu der Gruppe der metabolischen Störungen gehören wie zum Beispiel Diabetes, hoher Blutdruck und Übergewicht, aber trotzdem kämpfen wir weiter mit Infektionskrankheiten und hier und da mit Unterernährung bei Kleinkinder.

Spezifische Ziele:

  • Die mit der ASCIM assoziierten Indigenen Siedlungen haben ein stabiles  Gesundheitssystem mit Dienstleistungen in der primären Betreuung  in Gesundheitsposten, die von verantwortlichen Fachleuten und Technikern aus den Siedlungen bedient werden. 
  • Die Einrichtungen der gesundheitlichen Dienstleistungen der ASCIM in Yalve Sanga sind im Gesundheitsministerium registriert. 
  • Jede Familie in den mit der ASCIM assoziierten Indigenen Siedlungen hat Zugang zu Trinkwasser. 
  • Jede Person in den mit der ASCIM assoziierten Indigenen Siedlungen hat Zugang  zu ärztlicher Betreuung. 

 

ECKPFEILER

Die geistliche Gesundheit.

Mit der Betreuung der geistlichen Gesundheit wird sowohl versucht, die Patienten zu erreichen als auch das Personal. Die geistliche Betreuung wird einerseits mit Besinnungen geistlichen Inhalts angeboten, andererseits auch durch persönliche Gespräche.

Den Patienten werden verschiedene Gelegenheiten geboten, das Evangelium zu hören. So wird an den Sprechstundentagen oder bei Kleinkindimpfungen, mit einer geistlichen Besinnung begonnen. Wenn in der Sprechstunde festgestellt wird, dass ein Patient ein Problem geistlichen Ursprungs hat, wird der Kontakt mit dem Pastor der zuständigen Kirchengemeinde aufgenommen, damit dieser die Betreuung fortführen kann.

Im Krankenhaus in Yalve Sanga ist ein Kaplan teilzeitig angestellt, der die Patienten,  die stationär betreut werden, besucht, mit ihnen zusammen die Bibel liest und betet. Weiter wird  auch ein Gottesdienst angeboten, der eins- zweimal im Monat in der internen Kapelle stattfindet.

Eine andere Möglichkeit, die geistliche Betreuung zu nutzen, entsteht durch das Praktikum von Bibelschulstudenten im Krankenhaus in Yalve Sanga. Die Studenten der Indigenen Bibelschule aus Yalve Sanga machen am Abend Besuche im Krankenhaus und sprechen mit den Patienten, die stationär betreut werden. Diese Betreuung geschieht nach Möglichkeit in der jeweiligen Muttersprache des Patienten.

Auch für das Personal werden verschiedene Aktivitäten im geistlichen Bereich angeboten. Jeden Montag gibt es auf der Internierungsstation eine kurze Besinnung. Dann findet an jedem Donnerstag eine Andacht für alle Angestellten des Krankenhauses statt. Ansonsten werden auch an den monatlichen Schulungstagen Besinnungen angeboten. Seit mehreren Jahren leitet Missionar Theodor Hein diese Themen. In einem größeren Rahmen findet auch einmal im Jahr eine geistliche Rüstzeit statt, wo sich die gesamte Familie der Gesundheitsabteilung versammelt. Die Mitarbeiter dürfen für diesen Rüsttag ihre Familie mitbringen.

 

Ein anderer Eckpfeiler ist eine gesunde Umgebung.

In diesem Bereich geht es hauptsächlich darum, die Lebensqualität in den Siedlungen, die mit ASCIM kooperieren, zu verbessern. Das sieht praktisch so aus, dass jedes Jahr Hausbesuche gemacht werden. Diese mehrwöchige Aktivität untersteht der Verantwortung der Gesundheitsförderer und dem Krankenpflegepersonal in den Indigenen Gemeinschaften. Dabei wird danach geschaut, wie die Müllentsorgung getätigt wird, wie die Wohnungssituation aussieht: das Material der Wände, der Fußböden , der Dächer und die Durchlüftung. Weiter wird festgestellt, wo das Wasser für den persönlichen Gebrauch hergenommen wird, vor allem auch das Trinkwasser. Jeder Hausbesuch dient natürlich auch der Bewusstmachung, denn es wird unterrichtet, worauf geachtet werden muss, um die Lebensqualität zu verbessern. Zusätzlich wird bei diesen Hausbesuchen nach  Personen mit Verdacht auf Tuberkulose geachtet und gegebenenfalls untersucht.

Diese Vorbeugungsarbeit wird vor allem auch durch die wöchentlichen Radioprogramme der Gesundheitsabteilung der ASCIM unterstützt. Die 10 bis 15 minütigen Radioprogramme werden in zwei Sprachen vorbereitet: Enhlet und Nivacle und einmal pro Woche über den lokalen Radiosender Radio ZP-30 ausgestrahlt. Die Ausarbeitung der Themen ist Aufgabe einer Krankenschwester. Anschließend müssen die Texte in die indigenen Sprachen übersetzt und dann von einem Radiosprecher aufgelesen werden. Dafür ist die Zusammenarbeit mit Radio ZP-30 notwendig, das ein Aufnahmestudio in Yalve Sanga unterhält.

 

Ein dritter Eckpfeiler ist die gegenseitige Mitarbeit.

Die Bürger der Indigenen Siedlungen sollen nach Möglichkeit an den Aktivitäten zur Gesundheitsförderung beteiligt werden. Sie sollen die Gesundheit wert schätzen und sehen, was sie selber dazu beitragen können, um besser zu leben und eine bessere Gesundheit zu haben. Das sieht praktisch so aus, dass die Indigene Siedlung ermutigt wird, ein Gesundheitskomitee zu gründen und zu führen. Ein Gesundheitskomitee besteht aus Gesundheitshelfern, die freiwillig einen Dienst im Gesundheitsprogramm leisten. Es ist vorteilhaft, wenn bis zwei Personen pro Dorf als Gesundheitshelfer gewählt werden. Diese können dann eins bis zwei Jahre als Gesundheitshelfer arbeiten und dann entweder wiedergewählt werden oder aber es werden neue gewählt. Die Arbeit der Gesundheitshelfer besteht hauptsächlich darin, dass sie die Gesundheitsabteilung der ASCIM mit Informationen  aus ihrem Dorf beliefern: Sie informieren, ob schwangere Frauen da sind, die keine Kontrollen machen oder ob Kleinkinder da sind, die nicht zur Impfung kommen. Weiter melden sie, wenn sie Personen entdecken, bei denen sie vermuten, dass diese an Tuberkulose erkrankt sein könnten. Wenn die ärztliche Diagnose einer Tuberkulose vorliegt, sind es die freiwilligen Helfer, die täglich dafür sorgen, dass die betreffende Person ihre Medikamente nimmt.

Für die Gesundheitshelfer auf freiwilliger Basis führt die Gesundheitsabteilung der ASCIM kurze Kurse durch, bei denen sie in Themen bezüglich der Gesundheit unterrichtet werden sowie auch über Tuberkulose, ihre Symptome und deren Behandlung. Weiter wird einmal im Jahr ein größerer Event durchgeführt, bekannt als „Seminario“. An dieser Tagung nehmen alle Gesundheitshelfer teil; an einem Tag diejenigen aus dem Enhlet-Volk und an einem anderen Tag die Helfer aus dem Nivacle-Volk. Neben den Gesundheitshelfern sind auch die leitenden Personen der Indigenen Siedlungen eingeladen, die Prediger, die Frauenleiterinnen und das Gesundheitspersonal. Bei diesen Seminaren wird ein Thema ihrer Wahl behandelt, also ein Thema, das sie in ihrem Alltag beobachtet haben und worüber sie mehr Schulung erbeten.

FIDA          FRICC          UTA          AMH Grupo de Cajas Ascim          FTC          IMO          MCC

Kontakt

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Tel. 0491 432231
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