Cirugía número 300 en el Sanatorio ASCIM
El Sanatorio ASCIM alcanza un hito histórico: 300 cirugías y nueva tecnología de vanguardia
El viernes 8 de mayo de 2026 quedará marcado en la historia del Sanatorio ASCIM como un día de celebración y avance tecnológico. Con una jornada de intensa actividad que comenzó desde tempranas horas de la mañana, la institución completó con éxito su cirugía número 300, consolidando su compromiso con la salud en el Chaco Central.
La jornada no solo destacó por la cifra alcanzada, sino también por el estreno de la nueva máquina de anestesia, una de las inversiones estratégicas del año 2026. Para asegurar un inicio óptimo, técnicos de la empresa proveedora TECNOMED acompañaron a nuestro equipo médico, brindando la orientación necesaria para el manejo de esta tecnología de punta.
Lograr este volumen de cirugías requiere un engranaje perfecto. El proceso integral de la ASCIM abarca:
- Logística comunitaria: Traslado de pacientes desde sus comunidades de origen.
- Preparación rigurosa: Estudios pre-quirúrgicos completos, incluyendo laboratorio, radiografías, electrocardiogramas y ecografías.
- Coordinación profesional: Un equipo interdisciplinario comprometido con la seguridad y el bienestar de cada persona.
Este logro es el reflejo de una visión basada en la dignidad humana dada por Dios. En el Sanatorio ASCIM, no solo buscamos la excelencia clínica, sino también el desarrollo integral y sostenible de nuestra región.
Fomentamos la convivencia intercultural, la autonomía socioeconómica y la fe cristiana, valores que se traducen en un trabajo en equipo sólido para resolver desafíos y brindar una vida de calidad a nuestros pacientes.
Expresamos nuestra profunda gratitud a Dios por permitirnos mejorar continuamente y a cada profesional que hace que esta misión sea una realidad diaria.
Besuch des Verwaltungsrates der Siedlung Paraíso in der Siedlung La Princesa
Am Mittwoch, den 6. Mai, besuchte der Verwaltungsrat der Siedlung Paraíso die Siedlung La Princesa. Die Gruppe wurde vom Wirtschaftsberater von Paraíso, dem landwirtschaftlichen Techniker und dem Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung begleitet. Auch der Wirtschaftsberater von La Princesa, die almacenera sowie weitere Siedlungsmitglieder waren anwesend.
Der Leiter von La Princesa, Martín Brítez, begrüßte die Gruppe. Nach einem kurzen Austausch stellte er die Siedlung La Princesa vor und erklärte, wie dort gearbeitet wird.
Es wurden die verschiedenen Arbeitsbereiche erklärt, wie das Siedlungsbudget, der Konsumladen, die gemeinschaftliche Estancia sowie das Programm Profinca 5F.
Nach der Präsentation gab es Zeit für Fragen. Anschließend ging man zum Mittagessen über: ein schmackhafter Guiso, zubereitet von Frauen aus La Princesa.
Am Nachmittag fand eine Rundfahrt durch die Siedlung statt, um die verschiedenen Arbeitsbereiche kennenzulernen. Damit endete der Besuch.
Besuch des Verwaltungsrates der CNU-Siedlung (Comunidad Nivaclé Unida) in Campo Alegre
Am Mittwoch, den 29. April, besuchte der Verwaltungsrat der CNU zusammen mit dem Wirtschaftsberater und dem Leiter der landwirtschaftlichen Abteilung die Siedlung Campo Alegre. Sie wurden vom Leiter Marcelo Enrique, den Dorfvorstehern der Siedlungen, dem Wirtschaftsberater sowie weiteren Mitgliedern des Verwaltungsrates empfangen.
Anschließend hielt Herr Basilio Torres eine kurze Andacht. Danach stellte der Leiter die Siedlung vor und informierte über deren Arbeitsweise. Nach der Präsentation gab es Gelegenheit für Fragen.
Im Anschluss begab sich die Gruppe zum Wasserreservoir der Siedlung, das sich auf der gemeinschaftlichen Estancia befindet. Dort gab der Leiter der Siedlung allgemeine Informationen darüber, wie es entstanden ist, wie es finanziert wurde und weitere Details. Außerdem wurde die Wasseraufbereitungsanlage und ihre Funktionsweise gezeigt.
Der letzte Halt war der Konsumladen, wo Hugo, Mitglied des Verwaltungsrates, erklärte, wie dort gearbeitet wird.
Der Tag endete mit einem leckeren Guiso, der von einer Frauengruppe aus Campo Alegre zubereitet wurde.
Wirtschaftsberatertreffen in Ebetogué
Gestern trafen sich die Wirtschaftsberater der indigenen Siedlungen der ASCIM in Ebetogué. Die Versammlung wurde unter dem Gemeinschaftstinglado abgehalten, und Ronald Klassen, Wirtschaftsberater von Ebetogué, eröffnete das Treffen mit einer Begrüßung anhand von Psalm 121. Für das Treffen war Jakob Wiebe aus der Mennonitengemeinde Fernheim eingeladen worden, um eine Andacht zu halten. Er bezog sich auf Kolosser 3, 23 – 24: Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen, denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn die Vergeltung – das Erbe – empfangen werdet. Ihr dient dem Herrn Christus.
Nach der Andacht stellte Ronald Klassen die Siedlung vor:
- In Ebetogué leben 162 Familien.
- 59 Schüler gehen zur Schule.
- Zwei Lehrer unterrichten die Schüler.
- Seit 2025 verfügt Ebetogué über ein großes Schulgebäude mit drei Klassenräumen, die alle genutzt werden.
- Die Gemeinschaft Ebetogué umfasst eine Fläche von 1.840 Hektar.
- Davon werden 550 Hektar als Weideland genutzt.
- Es gibt 253 Rinder; zusätzlich bewirtschaften Privatpersonen 100 Hektar Weideland mit eigenem Viehbestand.
- Die Gemeinschaft besitzt einen Traktor.
- Es wird viel auf dem Land gearbeitet.
Nach dem Bericht über die Siedlung informierte Linda Klassen über ihre Arbeit im Konsumladen. Außerdem brachte sie ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck, dass es in Ebetogué viele kranke Menschen gibt.
Daraufhin gaben wie gewohnt der Leiter der Landwirtschaftsabteilung, Ivan Wiebe, und Exekutivdirektor Willy Franz allgemeine Informationen weiter. Ivan Wiebe verabschiedete außerdem das Wirtschaftsberaterehepaar Alwin Funk und Jennilu Funk aus Campo Largo, die ihren Dienst nach drei Jahren beenden.
Anschließend fuhren die Männer zur Besichtigung der Estancia, während die Frauen einen Rundgang durch das Dorf bis zum Almacén machten. Das Treffen endete wie gewohnt mit einem gemeinsamen Mittagessen.
Erneuerung des Abkommens zwischen der ASCIM und den indigenen Gemeinschaften
Die jährlichen Treffen zur Unterzeichnung des Kooperationsabkommens zwischen der ASCIM und den indigenen Siedlungen für den Zeitraum Juli 2026 bis Juni 2027 haben begonnen. Am Mittwoch, dem 6. Mai, trafen sich Vertreter der ASCIM mit dem Leiter und Mitgliedern des Siedlungsrates der Comunidad Nivaclé Unida (CNU), um das jährliche Kooperationsabkommen zu unterschreiben. In diesem Jahr erneuert die ASCIM zwischen Mai und Juni die Abkommen mit den kooperierenden Siedlungen; diesmal nehmen 18 Siedlungen daran teil.
Dieses Abkommen bildet die Grundlage der gemeinsamen Arbeit in Bereichen wie Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft sowie sozialer und geistlicher Entwicklung. Durch die Zusammenarbeit wird eine partnerschaftliche Beziehung angestrebt, bei der die Siedlungen nicht nur Unterstützung erhalten, sondern auch aktiv an der Planung und Durchführung der Programme beteiligt sind.
Viele der Dienstleistungen werden von Mitgliedern der Siedlungen selbst geleistet, wie zum Beispiel von Lehrern, Gesundheitshelfern, Estancieros und Mitarbeitern der sogenannten almacenes. Dies stärkt die Beteiligung und die Fähigkeit zur gemeinschaftlichen Selbstverwaltung.
Darüber hinaus arbeitet jede Siedlung mit einem Haushaltsplan, der eine transparentere Verwaltung und eine bessere Planung der finanziellen Mittel ermöglicht.
Während dieser Treffen wird auch die Bedeutung einer guten Kommunikation, der Erfüllung von Verantwortlichkeiten sowie die grundlegende Rolle der lokalen Führung hervorgehoben, um eine nachhaltige gemeinschaftliche Entwicklung zu fördern.
Besuch bei der Industrie Pioneros del Chaco S.A.
Die landwirtschaftliche Abteilung der ASCIM besuchte gemeinsam mit einigen Vertretern des FIDA die Industrie Pioneros del Chaco S.A. Der Besuch beinhaltete einen Austausch mit Herrn Isaak Harms über die Landwirtschaft im Chaco, verschiedene Alternativen sowie Formen und Modelle der landwirtschaftlichen Produktion.
Ziel war es, von großen Landwirten zu lernen, um deren Modelle zu übernehmen und angepasst in der gemeinschaftlichen Landwirtschaft anzuwenden. Außerdem wurde ein Rundgang durch die industrielle Sojaverarbeitungsanlage durchgeführt.
Baumwollernte in der Siedlung Enlhet Yalve Sanga
Gestern, am 23. April, hat man die ersten 10.000 Kilo Baumwolle in Yalve Sanga verladen und zum Verkauf gebracht.
Viele Jahre lang wurde in den indigenen Siedlungen keine Baumwolle angebaut. Nun hat man es nach langer Zeit wieder versucht, und zwar in der Enlhet-Siedlung in Yalve Sanga, mit gutem Erfolg.
Die Idee kam vom Wirtschaftsberater Rudi Sawatzky. Die Bewohner der Siedlung haben zusammen mit dem Wirtschaftsberater und dem Agrartechniker der ASCIM, Malvin Sawatzky, bereits im letzten Jahr früh damit begonnen, das Feld vorzubereiten und zu pflügen. Anschließend ließ man es einmal gut durchregnen, damit der Boden Feuchtigkeit speichern konnte. Später wurde das Feld wieder bearbeitet, und im November säte man die Baumwolle auf rund 10 ha aus.
Anfangs hatten sie mit dem Baumwollkapselkäfer (Picudos), einem Schädling, der die Baumwolle befällt, zu kämpfen. Doch durch kontinuierliche Kontrolle konnte man die Plage unter Kontrolle halten. Fast jeden Morgen machte Rudi Sawatzky einen Rundgang, um die Pflanzen zu überprüfen.
Im Januar waren die ersten Kapseln reif, und man begann mit der Ernte. Geerntet wurde von den Indigenen selbst per Hand. Besonders im Februar wurde gut geerntet.
Bis jetzt hat man 14.000 Kilo geerntet, aber es gibt noch viel abzuernten. Nächste Woche kommt ein weiterer kleiner Lastwagen, und die Ernte wird von der Kooperative Chortitzer entgegengenommen.
Ein Mitarbeiter von Chortitzer meinte, er arbeite seit acht Jahren in der Landwirtschaftsabteilung und habe noch nie eine so saubere Baumwollladung gesehen. Das liegt vermutlich daran, dass die Baumwolle von Hand und nicht maschinell geerntet wird.
Bericht von der ASCIM in der MG Elim
Am Freitagnachmittag half ich meiner Frau Rachel im Almacén (Konsumladen) in Nueva Promesa, als eine junge Sanapaná-Frau den Laden betrat, um einzukaufen. Das Erste, was mir auffiel, war, wie abgemagert sie wirkte. Außerdem musste sie ständig husten. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, war: „Tuberkulose.“
Als ich sie darauf ansprach und fragte, ob sie krank sei, lachte sie nur. Doch ich ließ nicht locker: „Willst du nicht einmal ins Krankenhaus gehen und dich untersuchen lassen?“ Sie gab mir keine Antwort. Für mich war jedoch klar, dass ich am Montag zu ihrem Vater gehen und ihn eindringlich bitten würde, dafür zu sorgen, dass sie sich auf Tuberkulose untersuchen lässt. Sie ist etwas über 20 Jahre alt und hat kleine Kinder. Leider kommen solche Fälle immer wieder vor.
In seinem Zeugnis berichtete Erdmann Harder von vielen Tuberkulosefällen in der Siedlung Nueva Promesa. Viele Menschen sterben seiner Erfahrung nach unnötigerweise an den Folgen der Krankheit. Wenn er Erkrankte, die sich nicht behandeln lassen, nach ihrem Wohlergehen fragt, antworten sie oft: „Es geht schon besser.“ Fragt er später wieder nach, muss er erfahren, dass die Person inzwischen gestorben ist. Menschen hingegen, die sich behandeln lassen, dürfen Heilung erfahren.
Wenn Pflegepersonal und Ärzte des ASCIM-Sanatoriums in die Siedlungen kommen und über Tuberkulose aufklären, hoffen er und seine Frau jedes Mal auf einen Durchbruch. Doch leider haben sie oft erlebt, dass die Worte anders aufgenommen werden als erhofft.
Dies berichtete Erdmann Harder am Sonntag, dem 19. April, in der Mennonitengemeinde Elim. Zusammen mit seiner Frau Rachel arbeitet er als Wirtschaftsberater in der Sanapaná-Siedlung Nueva Promesa. Sie wurden durch die Arbeit unter den Sanapanás schon sehr gesegnet.
Die ASCIM stellte an diesem Sonntag ihre Arbeit unter den indigenen Gemeinschaften vor. Dazu gehörten eine Präsentation des Exekutivdirektors Willy Franz sowie ein weiteres Zeugnis von Bastian Harder, dem ehemaligen Verwalter von FIDA. Er stellte die breite Arbeit von FIDA vor und berichtete auch von einigen besonderen Erlebnissen, die er als Verwalter in seiner Tätigkeit machen durfte. Einmal, so erzählte er, hatten einige Bäcker aus der Bäckerei in FIDA Brot mitgenommen, ohne zu bezahlen. Daraufhin sprach er die Arbeiter darauf an und erklärte ihnen, dass dies aus seiner Sicht Diebstahl sei und sie dies unterlassen sollten. Die Arbeiter mussten eine Verwarnung unterschreiben, und dabei blieb es – so dachte Harder.
Als er etwa einen Monat später mit einem Bäcker aus der Bäckerei ins Gespräch kam, sagte dieser plötzlich: „Wir haben dir vergeben.“ Er glaubte zunächst, sich verhört zu haben, und fragte: „Was habt ihr mir vergeben?“ – „Dass du uns zurechtgewiesen hast.“ Da wurde Bastian klar, dass er die Harmonie zwischen ihnen gestört hatte und dass dies für die Indigenen viel schlimmer war als der Diebstahl an sich. Als Christ, so meinte er, sei Stehlen Sünde, aber es sei auch wichtig, gemeinsam mit der Kultur zu arbeiten.
Der Vizedirektor Mirko Hiebert hielt eine kurze Besinnung zum Thema Berufung. Im Mittelpunkt standen zwei Bibelverse aus Sprüche 16,3 und Matthäus 6,33, die dazu ermutigen, Werke und Pläne Gott anzuvertrauen und zuerst sein Reich zu suchen.
„Wen Gott beruft, den befähigt er auch“ – dieses biblische Prinzip hat sich immer wieder bestätigt. Menschen, die sich Gott zur Verfügung stellen, werden von ihm ausgerüstet und gesegnet. Zugleich betonte Mirko Hiebert, dass niemand allein wirkt: Wie ein Körper aus vielen Gliedern besteht, so hat jeder Mensch unterschiedliche Gaben. Jeder ist aufgerufen, seinen Teil beizutragen.
Anschließend stellte er die Mitarbeiter der ASCIM vor, die Mitglieder der Mennonitengemeinde Elim sind:
- Erdmann und Rachel Harder: sind seid fast 10 Jahren Wirtschaftsberater in Siedlung Nueva Promesa.
- Rudi und Elli Sawatzky: Rudi ist seit vorigem Wirtschaftsberater auf der Siedlung Enlhet Yalve Sanga und Elli arbeitet teilzeitig in der Küche des Sanatorio ASCIM.
- Levi und Alice Schröder: seit März dieses Jahres Wirtschaftsberater in der Siedlung Campo Loro.
- Bastian Harder: war bis Ende März Verwalter bei FIDA, 6 Jahre
- Marco Froese: Buchführer der ASCIM seit November 2025
- Veronika Froese: unterrichtet einige Stunden im Centro Educativo ASCIM.
- Erika Thiessen: arbeitet in der Gesundheitsabteilung seit Januar dieses Jahres
Zum Abschluss des Gottesdienstes sprach der Gemeindeleiter ein Segensgebet für die Arbeit in der ASCIM. Damit endete das Programm.
Bericht von der ASCIM in der MG Elim
Am Freitagnachmittag half ich meiner Frau Rachel im Almacén (Konsumladen) in Nueva Promesa, als eine junge Sanapaná-Frau den Laden betrat, um einzukaufen. Das Erste, was mir auffiel, war, wie abgemagert sie wirkte. Außerdem musste sie ständig husten. Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, war: „Tuberkulose.“
Als ich sie darauf ansprach und fragte, ob sie krank sei, lachte sie nur. Doch ich ließ nicht locker: „Willst du nicht einmal ins Krankenhaus gehen und dich untersuchen lassen?“ Sie gab mir keine Antwort. Für mich war jedoch klar, dass ich am Montag zu ihrem Vater gehen und ihn eindringlich bitten würde, dafür zu sorgen, dass sie sich auf Tuberkulose untersuchen lässt. Sie ist etwas über 20 Jahre alt und hat kleine Kinder. Leider kommen solche Fälle immer wieder vor.
In seinem Zeugnis berichtete Erdmann Harder von vielen Tuberkulosefällen in der Siedlung Nueva Promesa. Viele Menschen sterben seiner Erfahrung nach unnötigerweise an den Folgen der Krankheit. Wenn er Erkrankte, die sich nicht behandeln lassen, nach ihrem Wohlergehen fragt, antworten sie oft: „Es geht schon besser.“ Fragt er später wieder nach, muss er erfahren, dass die Person inzwischen gestorben ist. Menschen hingegen, die sich behandeln lassen, dürfen Heilung erfahren.
Wenn Pflegepersonal und Ärzte des ASCIM-Sanatoriums in die Siedlungen kommen und über Tuberkulose aufklären, hoffen er und seine Frau jedes Mal auf einen Durchbruch. Doch leider haben sie oft erlebt, dass die Worte anders aufgenommen werden als erhofft.
Dies berichtete Erdmann Harder am Sonntag, dem 19. April, in der Mennonitengemeinde Elim. Zusammen mit seiner Frau Rachel arbeitet er als Wirtschaftsberater in der Sanapaná-Siedlung Nueva Promesa. Sie wurden durch die Arbeit unter den Sanapanás schon sehr gesegnet.
Die ASCIM stellte an diesem Sonntag ihre Arbeit unter den indigenen Gemeinschaften vor. Dazu gehörten eine Präsentation des Exekutivdirektors Willy Franz sowie ein weiteres Zeugnis von Bastian Harder, dem ehemaligen Verwalter von FIDA. Er stellte die breite Arbeit von FIDA vor und berichtete auch von einigen besonderen Erlebnissen, die er als Verwalter in seiner Tätigkeit machen durfte. Einmal, so erzählte er, hatten einige Bäcker aus der Bäckerei in FIDA Brot mitgenommen, ohne zu bezahlen. Daraufhin sprach er die Arbeiter darauf an und erklärte ihnen, dass dies aus seiner Sicht Diebstahl sei und sie dies unterlassen sollten. Die Arbeiter mussten eine Verwarnung unterschreiben, und dabei blieb es – so dachte Harder.
Als er etwa einen Monat später mit einem Bäcker aus der Bäckerei ins Gespräch kam, sagte dieser plötzlich: „Wir haben dir vergeben.“ Er glaubte zunächst, sich verhört zu haben, und fragte: „Was habt ihr mir vergeben?“ – „Dass du uns zurechtgewiesen hast.“ Da wurde Bastian klar, dass er die Harmonie zwischen ihnen gestört hatte und dass dies für die Indigenen viel schlimmer war als der Diebstahl an sich. Als Christ, so meinte er, sei Stehlen Sünde, aber es sei auch wichtig, gemeinsam mit der Kultur zu arbeiten.
Der Vizedirektor Mirko Hiebert hielt eine kurze Besinnung zum Thema Berufung. Im Mittelpunkt standen zwei Bibelverse aus Sprüche 16,3 und Matthäus 6,33, die dazu ermutigen, Werke und Pläne Gott anzuvertrauen und zuerst sein Reich zu suchen.
„Wen Gott beruft, den befähigt er auch“ – dieses biblische Prinzip hat sich immer wieder bestätigt. Menschen, die sich Gott zur Verfügung stellen, werden von ihm ausgerüstet und gesegnet. Zugleich betonte Mirko Hiebert, dass niemand allein wirkt: Wie ein Körper aus vielen Gliedern besteht, so hat jeder Mensch unterschiedliche Gaben. Jeder ist aufgerufen, seinen Teil beizutragen.
Anschließend stellte er die Mitarbeiter der ASCIM vor, die Mitglieder der Mennonitengemeinde Elim sind:
- Erdmann und Rachel Harder: sind seid fast 10 Jahren Wirtschaftsberater in Siedlung Nueva Promesa.
- Rudi und Elli Sawatzky: Rudi ist seit vorigem Wirtschaftsberater auf der Siedlung Enlhet Yalve Sanga und Elli arbeitet teilzeitig in der Küche des Sanatorio ASCIM.
- Levi und Alice Schröder: seit März dieses Jahres Wirtschaftsberater in der Siedlung Campo Loro.
- Bastian Harder: war bis Ende März Verwalter bei FIDA, 6 Jahre
- Marco Froese: Buchführer der ASCIM seit November 2025
- Veronika Froese: unterrichtet einige Stunden im Centro Educativo ASCIM.
- Erika Thiessen: arbeitet in der Gesundheitsabteilung seit Januar dieses Jahres
Zum Abschluss des Gottesdienstes sprach der Gemeindeleiter ein Segensgebet für die Arbeit in der ASCIM. Damit endete das Programm.
Wirtschaftsberatertreffen in El Estribo
Am Donnerstag, den 9. April, fand in der Enxet-Sur-Siedlung El Estribo das monatliche Wirtschaftsberatertreffen statt. Der Wirtschaftsberater der Gastgebersiedlung, Alwin Dueck, begrüßte die anwesenden Wirtschaftsberater sowie die sogenannten Almaceneros/Almaceneras, bei denen es sich in den meisten Fällen um die Ehefrauen der Wirtschaftsberater handelt.
Der Leiter der Landwirtschaftsabteilung, Ivan Wiebe, hieß den neuen Almacenero Pider Falk des Konsumladen der Enlhet-Siedlung Yalve Sanga sowie Marek Reimer aus Campo Rosa willkommen, der für sechs Wochen seine Wehrdienstverweigerung in der Landwirtschaftsabteilung der ASCIM leisten wird.
Gemeindeleiter Felix und Sally Wiebe aus der Lolita Mennonitengemeinde leiteten die Gruppe mit einigen Lieder an. Außerdem hielt Herr Wiebe eine Andacht zum Thema aus Lukas 17, 7 – 10, in der Jesus über das Dienen spricht. Ein Diener erfüllt einfach seine Pflicht und sollte sich nicht dafür rühmen, sondern demütig erkennen, dass man nur getan hat, was ihm aufgetragen war. In diesem Zusammenhang sprach Wiebe über den Dienst an Gott und stellte die Frage, ob es sich lohnt, sich hinzugeben. Er machte deutlich, dass nicht der Mensch im Mittelpunkt steht, sondern Gott selbst: So wie die Jünger Jesu mit nur zwei Fischen und fünf Broten auskamen und deren Aufgabe einfach darin bestand, auszuteilen – sie waren Werkzeuge in Gottes Hand.
Daten zur Siedlung El Estribo
Im Anschluss gab Exekutivdirektor Willy Franz einen geschichtlichen Rückblick auf die Siedlung El Estribo. Sie zählt zu den neueren Siedlungen der ASCIM und ist daher vielen Wirtschaftsberatern noch wenig bekannt. Die Siedlung wurde 1986 von der anglikanischen Mission gegründet und umfasst etwa 9.000 Hektar. Dort leben rund 876 Familien in elf Dörfern. Außerdem gibt es sieben Schulen mit etwa 342 Schülern bis zur 9. Klasse sowie sieben evangelische Kirchen. Zudem verfügt die Siedlung über einen Gesundheitsposten.
Seit dem Abkommen mit der ASCIM besitzt die Siedlung zudem eine gemeinschaftlich bewirtschaftete Estancia. Auch der Almacenero Harry Harder berichtete über seine Arbeit im Konsumladen der Siedlung.
Nach dem Programm besichtigten die Wirtschaftsberater den Konsumladen und trafen sich anschließend zu einem gemeinsamen Mittagessen. Zum Abschluss wurde noch die Estancia der Siedlung besucht. Danach endete das Treffen.


