Alwin Braun, Wirtschaftsberater der Siedlung Nivaclé Unida (CNU), hieß die Anwesenden zu Beginn des Beratertreffens willkommen und betonte die Bedeutung der aktiven Teilnahme. Die Veranstaltung fand um 9:00 Uhr in den neuen Büros der Siedlung Nivaclé Unida statt. Während seiner Andacht reflektierte Braun über die Geschichte der Schwestern Marta und Maria und hob hervor, dass der Dienst für Gott grundlegend ist. Trotz der täglichen Verpflichtungen und Verantwortungen sei es jedoch immer wesentlich, nahe bei Jesus zu bleiben.
Anschließend übergab Braun das Wort an Ivan Wiebe, Leiter der Landwirtschaftsabteilung, der die Berater begrüßte und einige Informationen sowie Einladungen zu bevorstehenden Aktivitäten und Terminen mitteilte.
Predigt von Charles Bergen
Pastor und Dozent Charles Bergen sprach in seiner Predigt über den Ruf des Nachfolgers Jesu, basierend auf dem Bibeltext Matthäus 22, 1–12. In dem Gleichnis vom Hochzeitsmahl wird gelehrt, dass das Reich Gottes eine offene Einladung für alle ist, der Eintritt jedoch die Anerkennung Gottes als König und das Zurücklassen eigener Ausreden erfordert. Das „Hochzeitsgewand“ symbolisiert, dass wir nicht durch eigene Anstrengung erscheinen können, sondern die Heiligung und Gerechtigkeit annehmen müssen, die uns allein Jesus schenkt. Zusammenfassend sucht Gott uns auf unseren unterschiedlichen Wegen, erwartet jedoch, dass wir seinen Willen über unseren eigenen stellen, um an seinem Mahl teilzunehmen.
Präsentation der CNU
Während der Präsentation stellte Alwin Braun die aktuelle Situation der Siedlung Nivaclé Unida vor, die etwa 884 Familien umfasst und erstreckt sich über rund 25 Kilometer. Die Siedlung hat ein bemerkenswertes Maß an Organisation und Einheit gezeigt.
Auf institutioneller Ebene wurde berichtet, dass in den letzten drei Jahren neue Gemeinschaftsbüros gebaut wurden, wodurch die lokale Verwaltungsstruktur gestärkt wurde. Der Konsumladen arbeitet unabhängig von der ASCIM, was Fortschritte in der Selbstverwaltung widerspiegelt. Zudem verfügt die Gemeinschaft über einen eigenen LKW und einen Kühlraum, in dem die Rinder für die Siedlung, die Bibelschule und das Colegio geschlachtet und gelagert werden.
Im Bereich Viehzucht umfasst die Siedlung etwa 1.200 Hektar Weideland und insgesamt 977 Rinder, davon 411 Kälber. Derzeit wird der Anbau von Familiengärten gefördert. In diesem Jahr finden keine Aktivitäten im landwirtschaftlichen Bereich statt.
Hinsichtlich Infrastruktur und Ausstattung verfügt die Gemeinschaft über vier Traktoren und weitere Maschinen zur Unterstützung der produktiven Arbeit.
Im Bildungsbereich gibt es vier Primarschulen und eine Sekundarchule in Cesarea, was den Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche sicherstellt.
Bericht des Exekutiv-Direktor
Im Rahmen des Jahresberichts stellte Exekutiv-Direktor Willy Franz die Ergebnisse des wirtschaftlichen Wachstums der Gemeinschaften im letzten Jahr vor. Zum ersten Mal wurden dabei auch die Siedlungen El Estribo und Paraíso in die Berechnung einbezogen, wodurch ein umfassenderes Bild der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung gewonnen wurde. Die präsentierten Daten zeigen ein bedeutendes Wachstum von 2024 bis 2025, mit einer Gesamtsteigerung von 18,8 %.
Das Treffen endete mit einer Besichtigung der Estancia, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen.


