Am 15. Januar 2026 fand das Treffen der Berater (asesores) der von der ASCIM betreuten Indianersiedlungen statt. Diesmal war der Gast nicht – wie gewöhnlich – einer der Berater aus einer der Siedlungen, sondern FIDA: Fundación Índigena para el Desarrollo Agropecuario (Indigene Stiftung für landwirtschaftliche Entwicklung).
Das Treffen begann gegen 9:00 Uhr mit Willkommensworten des FIDA-Administrators, Herrn Bastian Harder. Dabei waren auch alle Mitarbeitenden von FIDA anwesend, die sich an diesem Tag in der Institution befanden.
Anschließend folgte eine Zeit der Besinnung über den Bibeltext aus Lukas 17, 7–10.
Vorstellung von FIDA
Danach stellte der Administrator die Verwaltungsstruktur von FIDA vor, die derzeit aus 13 Mitgliedsgemeinden und der ASCIM besteht. Der FIDA-Rat setzt sich aus 8 Nivaclé-Vertretern, 3 Enlhet-Vertretern und 2 Vertretern der ASCIM zusammen. Derzeit arbeiten bei FIDA 41 Personen: 8 im Maschinenpark, 7 im Programm Profinca 5F, 11 in der Bäckerei, 3 an der Tankstelle, 8 im Einkaufszentrum und 4 in der Verwaltung. Einige von ihnen sind in mehr als einem Bereich tätig.
Im Anschluss wurde über die Entwicklung von FIDA im vergangenen Jahr berichtet. In diesem Zeitraum verzeichnete FIDA ein Wachstum von 17 % und überschritt im Jahr 2025 einen jährlichen Umsatz von 29 Milliarden Guaraní. Dieses Wachstum ist vor allem auf die engagierte Arbeit in den von der ASCIM betreuten Siedlungen zurückzuführen, die nahezu ausschließlich die Kunden von FIDA sind.
Das FIDA-Team blickte dankbar auf das vergangene Jahr zurück, in dem die geplanten Aktivitäten erfolgreich umgesetzt werden konnten.
Im Einkaufszentrum wurde im Laufe des Jahres der größte Verkaufszuwachs verzeichnet. Dieser Anstieg war vor allem auf die Dorfläden der Siedlungen zurückzuführen, die ihre Waren bei FIDA beziehen. In diesem Zusammenhang trug die Anschaffung eines neuen Kühltransporter wesentlich zur Stärkung dieses Prozesses und zur Verbesserung des Kundenservices bei.
Die Bäckerei gewann im Laufe des Jahres mehrere neue Kunden, was zu einer Steigerung der Produktion führte. Um weiterhin einen zufriedenstellenden Service anbieten zu können, wurde ein neuer Elektroofen angeschafft und neue Bodenfliesen verlegt. Außerdem wurden neue Maschinen sowie Tische aus Inox-Stahl gekauft.
Im Bereich des Maschinenparks wurde mit drei Traktoren gearbeitet, wodurch die angebotenen Dienstleistungen verbessert und optimiert werden konnten.
Ebenso wurde über die Installation von POS-Geräten (Point of Sale) in den Siedlungen informiert. Bis Oktober wurden 14 POS-Geräte in 13 Siedlungen installiert. Diese Geräte ermöglichen Zahlungen mit den Karten Tekoporã und Tercera Edad, deren Abrechnung über FIDA erfolgt.
Anschließend stellte der Leiter der Landwirtschaftsabteilung, Iván Wiebe, die neuen Mitarbeitenden der ASCIM vor und teilte allgemeine Informationen über die institutionellen Abläufe mit.
Danach präsentierte Melvin Sawatzky, landwirtschaftlicher Techniker des SEAP-Teams, ein Projekt zum Trocknen der in den Siedlungen geernteten Bohnen und zu deren anschließender Lagerung bei FIDA.
In diesem Zusammenhang wurde über die Anschaffung und Installation einer neuen Kühlkammer informiert, die zur Stärkung dieses Prozesses beitragen soll. Danach verabschiedete der Exekutivdirektor Willy Franz Bastian Harder, der seine Tätigkeit bei FIDA im März beenden wird, und kündigte an, dass Marvin Neufeld seine Nachfolge antreten wird. In diesem Rahmen sprach der Direktor seinen tiefen Dank für das Engagement und die wertvolle Arbeit von Bastian Harder während seiner Amtszeit aus.
Zum Abschluss fand ein Besuch auf einem Landwirtschaftsbetrieb des Programms Profinca 5F in Yalve Sanga statt. Dort stellte Bastian Harder das von FIDA durchgeführte Programm Profinca 5F vor und präsentierte aktuelle sowie historische statistische Daten zur Arbeit in neun Mitgliedssiedlungen, an der derzeit 89 Profinca-5F-Gruppen beteiligt sind.
Das Treffen endete mit einem gemeinsamen Mittagessen.


