Freitag, 28 Januar 2022 08:18

Freiwillige schreiben über ihren Einsatz in der ASCIM

Die ASCIM verfügt über ein Freiwilligenprogramm (SEVAS: Servicio Voluntario ASCIM) welches zum Ziel hat, die Arbeit der ASCIM in den Gemeinden bekannt zu machen und auf diese Weise die kulturell bedingten Vorurteile zwischen den Volksgruppen im zentralen Chaco zu reduzieren und positive Haltungen zu fördern. In diesem Sinne erläutern drei Jugendliche, die in den Monaten Dezember 2021 und Januar 2022 einen Dienst in der ASCIM gemacht haben, wie sie diese Zeit erlebt haben.

Jessica Wiens, Fernheim
Ich habe 2021 den 3. Kurs im Colegio Filadelfia abgeschlossen, und der routinierte Schulalltag weckte in mir den Wunsch in den Ferien etwas „anderes, etwas neues und Herausforderndes zu machen“. So entschied ich mich beim SEVAS Programm der ASCIM mitzumachen.
Ich hatte keine Ahnung was mich erwarten würde, aber ich fühlte das Gott mich dahaben wollte.

Ich durfte hauptsächlich im Verwaltungsarchiv arbeiten. Da das Zentralbüro vor einigen Jahren umgezogen ist, gab es da noch vieles zu putzen, zu ordnen und seinen richtigen Platz zu geben. Davor durfte ich aber auch einige Wochen im Krankenhaus mithelfen, wo ich vor allem in der Rezeption und in der Küche war.

Mich hat das Arbeitsklima der ASCIM sehr beeindruckt. In der kurzen Zeit die ich beim Krankenhaus war habe ich schnell gesehen, dass ein jeder Mitarbeiter Teil der „Sanatorio Yalve Sanga“ Familie ist. Man freut sich für jeden der dazu kommt und jeder Abschied fällt schwer. Man wird angenommen wie man ist, Stärken und Gaben werden wertgeschätzt und es wird ein Raum geschaffen wo man diese einsetzen kann. Das hat mich sehr bewegt.

Ich habe vieles über die ASCIM und den Indianersiedlungen, mit denen die ASCIM arbeitet, gelernt. Besonders durch Rundfahrten, die wir durch die Siedlungen gemacht haben, konnten wir viel Neues sehen und dadurch auch lernen. Mir ist auch neu bewusstgeworden, dass wir nicht große Taten tun müssen um anderen Menschen zu helfen und wir müssen dazu auch nicht weit weggehen. Wenn man dienen will, dann findet man viele Gelegenheiten dazu, besonders auch in der ASCIM.

Ich empfehle den Freiwilligendienst in der ASCIM weiter. Die Kontakte und Erfahrungen die man in dieser Zeit machen kann sind sehr wertvoll. Der Blick von Innen erweckt Dankbarkeit. Außerdem lernt man immer wieder aus der Komfortzone auszusteigen und Neues zu wagen und ich persönlich werde dies nicht bereuen.
Meine Anerkennung gilt einen jeden Mitarbeiter der sich jeden Tag aus Neue hingebugsvoll der Arbeit hingibt. Möge Gott euch dafür segnen und jeden Tag die nötige Kraft und Weisheit schenken, um diese so wichtige Arbeit zu verrichten.

Boris Kehler, Fernheim
Ich habe mich dafür entschieden mein Praktikum hier bei der ASCIM zu machen, weil ich gerne mal aus meiner Komfortzone und aus meinem gewohnten Alltag aussteigen wollte und so mal was ganz Neues erleben. Ein zweiter Grund, der zu dieser Entscheidung führte ist, dass ich mehr mit verschiedenen Kulturen zusammen arbeiten wollte um diese besser kennen zu lernen.
Ich half im Bereich der Buchführung im Zentralbüro der ASCIM mit. Meine Begleitperson gab mir verschiede Aufgaben und zeigte mir, wie ich sie durchführen sollte. Diese machte ich dann unter ihrer Aufsicht. Ich führe unter anderem Aufgaben wie die Bezahlung, Ordnung und Archivierung verschiedener Dokumente durch.
Das Arbeitsklima ist super! Ich war erstaunt wie hilfsbereit, freundlich und geduldig die Angestellten der ASCIM mir gegenüber sind. Es fiel mir aber auch auf, wie sie untereinander kommunizierten. Sie arbeiten in vollem Vertrauen miteinander. Und man merkt fasst nicht, dass es verschiedene Kulturen sind, die da zusammenarbeiten.
Ich habe gelernt, dass es sich lohnt, mal aus seiner Komfortzone rauszukommen um etwas Neues zu probieren. So habe ich viele neue Leute kennengelernt und auch gelernt mit den verschiedensten Menschen zusammen zu arbeiten.
Ich würde einen Freiwilligendienst in der ASCIM sehr empfehlen. Es ist eine gute Gelegenheit Yalve Sanga kennenzulernen. Yalve Sanga ist ein wunderschöner und ruhiger Ort. Die Bewohner von Yalve Sanga haben mir gleich geholfen mich da einzuleben. Ein weiterer Grund warum ich es empfehle den Freiwilligendienst in der ASCIM zu machen ist, dass man viele verschiedene Kulturen kennenlernt. Ich durfte bei ein paar Reisen in die verschiedenen Siedlungen mitfahren und ich war erstaunt, wie verschieden jedes einzelne Volk ist. Es lohnt sich garantiert bei der ASCIM einen Freiwilligendienst zu machen.

Joel Toews, Menno
Hallo, ich bin Joel Toews und zurzeit mache ich einen Freiwilligendienst bei der ASCIM in Yalve Sanga. Ich habe mich entschieden diesen Dienst zu machen, da ich schon über längere Zeit daran gedacht habe, einen Dienst zu machen (ASCIM, KM 81, CD, usw.) und ich mir dann ASCIM ausgesucht habe, da ich diese Organisation nicht gut kannte und sie näher kennenlernen wollte. Ich studiere noch Theologie am CEMTA und daher ist es jetzt während der Ferien eine gute Gelegenheit, diesen Dienst durchzuführen.
Bei der ASCIM helfe ich bei der Educación Inicial, den sogenannten „Escuelitas“ mit, wo es hauptsächlich darum geht, die etwa 50 Schulen für Indigene mit Schulmaterial zu versorgen und diese dann durchs Jahr zu begleiten. Das heißt, ich arbeite hauptsächlich an der Beschaffung von Schulmaterial für die Kinder zwischen 3-5 Jahren, die sich an diesen 50 Schulen angemeldet haben. Das heißt, ich arbeite hauptsächlich an der Beschaffung von Schulmaterial für die Kinder zwischen 3-5 Jahren, die sich an diesen 50 Schulen angemeldet haben. Dazu kommt dann noch die Begleitung der Lehrkräfte, da diese, in den meisten Fällen, keine gute Ausbildung haben. Aus diesem Grund wird Ende Januar eine „Lehrerfortbildung“ gemacht, die das Ziel hat, den Lehrern der etwa 50 Schulen zu zeigen, wie sie mit dem Schulmaterial arbeiten sollen und es den Schülern unterrichten können. Bei dieser Fortbildung ist auch der christliche Glaube ein sehr wichtiger Aspekt und daher zeigt man den Lehrern eine einfache und zusammengefasste Version des Heilplanes Gottes, welches diese dann auch an ihre jeweiligen Schüler weitergeben können.
Einige spezifische Aktivitäten, die ich bei der Escuelita mache, sind folgende: Spiele vorbereiten (Memory, Puzzles, usw.), Arbeitsblätter für die Schüler vorbereiten (Blätter zum Ausmalen, das ABC, die Zahlen von 1-10, usw.) und Morgenandachten für die Lehrer zu erarbeiten, welche diese dann während der Fortbildung ausfüllen werden. 
Das Arbeitsklima bei der ASCIM finde ich hervorragend. Jeder Arbeiter hat zwar seine eigene Arbeit, aber alle sind bereit, dem Nächsten zu helfen, wenn dieser Hilfe benötigt. Außerdem herrscht während der Tererépause auch eine gute Gemeinschaft, welche diese Hilfsbereitschaft fördert.
Ich habe in diesen Wochen schon sehr viel gelernt. Eines der wichtigsten Sachen, die ich gelernt habe, ist, wie einige der indigenen Völker heißen (hauptsächlich Nivaclé und Enlhet) und wie diese sind (Schule, Kirche, miteinanderleben, usw.)
An dieser Stelle möchte ich jedem Leser den Freiwilligendienst bei ASCIM empfehlen. Die Arbeit macht Spaß und man lernt sehr viel über die indigenen Völker, die in unserer Umgebung wohnen.

FIDA          FRICC          UTA          AMH Grupo de Cajas Ascim          FTC          IMO          MCC

Standort:
Yalve Sanga (Zentral-Büro)
 
Postanschrift:
ASCIM
Filadelfia, 40
9300 Fernheim
Paraguay
 
Kontakt:
Tel. 0491 432231
Handy: 0981 484 975
Email: info@ascim.org
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