Dienstag, 19 Februar 2019 18:30

Regierungsdelegation in Yalve Sanga

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Eine Regierungsdelegation unter Leitung der Ministerin für Arbeit, Anstellung und Sozialsicherheit, Carla Bacigalupa, hat heute das Bildungszentrum Yalve Sanga (CEIYS) besucht. Der Gruppe gehörten unter anderem auch der Untersekretär für Arbeit, Luis Orué, und der Untersekretär für Grundbildung, Robert Cano, an. Ihr Besuch stand im Rahmen einer Bewusstmachungskampagne unter indigene Teenager und Jugendliche, die das Arbeitsministerium mit dem Projekt „Paraguay Okakuaa“ begonnen hat. Das Projekt hat zum Ziel, die Ausbildungsmöglichkeiten zu verbessern, um so die Teenager in der Schule zu halten und die Arbeit von Minderjährigen zu verringern. In Yalve Sanga wurde die Regierungsdelegation von den Schülern und Lehrern empfangen sowie auch von dem Exekutivkomitee der ASCIM. Nach Angaben von Arbeitsministerin Bacigalupo, wurde CEIYS gewählt, weil diese Institution als eine Modellschule betrachtet wird, wo der Privatsektor mit dem Staat zusammenarbeitet. Gouverneur Darío Medina meinte, an der Schule wird eine echte Integration wahrgenommen. Er bezog sich damit auf die vorher von Schuldirektor, Edgar Neufeld, aufgeführten Daten, demnach am CEIYS Schüler aus 8 verschiedenen Volksgruppen unterrichtet werden, die aus 30 verschiedenen Gemeinschaften kommen.

Die Kampagne des MTESS sucht die Vorbeugung der Ausbeutung von Teenagern durch einen verbesserten Zugang zur Schulbildung. Nach Daten des Ministeriums sind 68% der Bevölkerung des Departaments Boquerón Personen in arbeitsfähigem Alter. Die städtische Bevölkerung weist im Durchschnitt 8,9 Jahre Schulbildung auf und die ländliche Bevölkerung hat im Durchschnitt eine Schulbildung von 6,4 Jahren. Der Untersekretär für Erziehung, Robert Cano, wies darauf hin, dass im Departament Boquerón die höchste Rate an Schulflucht auf Landesebene registriert wird. Weniger als 10% der Kinder, die mit der ersten Klasse beginnen, beenden auch die Mittelstufe. Sowohl Bacigalupo als auch Cano und die anderen Autoritäten unterstrichen die Wichtigkeit der Schulbildung, um einen würdigen Arbeitsplatz zu erhalten.

In Vertretung der ASCIM, überreichte der Exekutivdirektor, Willy Franz, der Arbeitsministerin das von dem Anthropologen Wilmar Stahl verfasste Buch “Culturas en interacción”. Den Schülern wurde von den Autoritäten ein Rücksack mit der Aufschrift “Sigo estudiando para lograr mis metas” (“Ich studiere weiter, um meine Ziele zu erreichen“) geschenkt. Anschließend besichtigte die Regierungsdelegation die Schülerinternate für Jungen und Mädchen des CEIYS. Dieser Rundgang wurde genutzt, um auch weitere Informationen zu den Aktivitäten der ASCIM zu geben.

Damit endete der Besuch im CEIYS. Die Regierungsdelegation fuhr weiter in das Dorf Samaria der Comunidad Nivacle Unida, wo sie mit viel Freundlichkeit von den lokalen und gemeinschaftlichen Autoritäten begrüsst wurden. Das Ziel hier war eine Gesprächsrunde zwischen der Ministerin Bacigalupo und den indigenen Frauen über die Wichtigkeit von würdiger Arbeit und Arbeitsmöglichkeiten. Die Leiterin der Nivacle-Frauenarbeit, Margarita de Zacarías, begann den offiziellen Akt mit einem Gebet, ehe die verschiedenen Autoritäten zu Wort kamen. Zum Abschluss überreichten die Frauen der Ministerin eine Mappe mit Anträgen, die sich vor allem um Bitten um Kurse und Schulungen handelten.

Medien

Campaña de sensibilización Gobernación de Boquerón

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